„Warum Headcount nicht zählt?“ – Erfolg durch systematische Qualifizierung

„Wir brauchen mehr Leute!“ Ein Stoßseufzer, der in vielen Unternehmen zu hören ist. Um den Betrieb auf Erfolgskurs zu halten, brauchen Sie neue Mitarbeiter, Fachkräfte. Viele Unternehmen kennen aber auch das: Die Personalabteilung hat neue Leute beschafft. Und es läuft immer noch nicht. Dann kommt gerne der Satz: „Warum läuft es nicht? Wir haben doch neue Leute eingestellt!“

Aber wie gut haben Sie Ihre Leute mit Wissen – vor allem erfolgskritischem Wissen versorgt?

Qualifizierte Mitarbeiter statt Flickwerk

Lange Zeit war die Personalbeschaffung ein Auswahlprozess, bei dem Qualifikation an oberster Stelle stand. Die Qualifikation neuer Mitarbeiter galt mal was. Heute ist der Arbeitsmarkt geprägt von Knappheit. Das hat dazu geführt, dass häufig jede verfügbare Person eingestellt wird. Wie es ein Werksleiter mir gegenüber einmal ausgedrückt hat: „Die HR kratzt von der Straße, was rum liegt.“

Hauptsache der Headcount ist gedeckt. Der Fachkräftemangel zwingt Unternehmen dazu, nahezu jede verfügbare Arbeitskraft einzustellen. Doch wer denkt, dass das bloße Vorhandensein von Personal zu besseren Ergebnissen führt, macht einen gravierenden Denkfehler. Zumal die neuen Mitarbeiter oft einfach ins operative Geschehen geworfen werden.

„So das hier ist dein Arbeitsplatz … Drück hier, pass hier auf. Los geht’s!“ Es gibt eine formale Einweisung am ersten Tag, doch danach fehlt jegliche strukturierte Einarbeitung. Es gibt keine Analyse der vorhandenen Fähigkeiten, keine gezielte Anpassung des Lernprozesses und keine systematische Nachverfolgung. Jeder bekommt die gleiche Standard-Schulung nach dem Gießkannenprinzip, egal ob jemand bereits Vorwissen hat oder nicht.

Diese Herangehensweise ist nicht nur ineffektiv, sondern auch teuer. Unzureichend eingearbeitete Mitarbeiter machen Fehler, was zu Produktionsausfällen, Reklamationen und Sicherheitsrisiken führt. Sie können ihre Aufgaben nicht effizient erledigen und blockieren dadurch andere Prozesse.

Das Ergebnis? Ineffiziente Abläufe, steigende Fehlerquoten, eine frustrierte Belegschaft und ein unproduktives Fingerpointing zwischen Abteilungen. Und am Ende führt die Unzufriedenheit häufig zur Fluktuation, was wiederum den Druck auf das Recruiting erhöht, „neue Leute von der Straße zu kratzen“.

Was in einer solchen Situation häufig passiert: Mangelnde Qualifikation wird zugeschüttet mit noch mehr mangelnder Qualifikation.

Dabei haben Sie gerade im Feld der Mitarbeiterqualifikation einen enormen Hebel, um für mehr Erfolg zu sorgen.

Investieren Sie in Erfolg

Der Schlüssel für bessere Ergebnisse liegt in der systematischen und gezielten Weiterbildung – und meine Betonung liegt auf „systematisch“ und „gezielt“, denn nur dann schaffen Sie es, das so wichtige „erfolgskritische Wissen“, wie wir es nennen, bei Ihren Mitarbeitern und Führungskräften zu erhöhen.

Was muss jeder Mitarbeiter an seiner Position zwingend wissen, um zur Wertschöpfung beizutragen? Wie kann dieses Wissen effizient vermittelt werden? Wie wird der Lernfortschritt überprüft und kontinuierlich optimiert?

Solche Fragen müssen Unternehmen nicht nur stellen, sondern auch beantworten. Und genau hier setzen strukturierte Entwicklungsmodelle an: Ein standardisiertes, aber individuell anpassbares Schulungssystem, das durch gezielte Analysen den tatsächlichen Wissenstand der Mitarbeiter erfasst und darauf aufbauend einen systematischen Qualifikationsplan erstellt.

Erfolg braucht systematische Qualifizierung, nicht einfach mehr Köpfe. Erfolg braucht Mitarbeiter in Ihren Reihen, die „erfolgskritisches Wissen“ besitzen. Ein Wissen, das sich in jedem Betrieb in Nuancen unterscheiden kann, feine Nuancen, die einen Unterschied machen, so dass Sie vor jedem Training eine Analyse vorschalten sollten.

Wie enorm effektiv eine solche Weiterbildung des erfolgskritischen Wissens ist, dass erleben wir regelmäßig, wenn wir diesen Prozess betreuen (was ist damit gemeint). Der Betrieb wird produktiver, die Mitarbeiterzufriedenheit höher, die Fluktuation geringer. Vorbei sind die Zeiten von Flickwerk.

Bleiben Sie also nicht bei der Frage stehen: „Warum läuft es nicht, wir haben doch neue Leute eingestellt?“ – die zielführende Frage für Sie ist: „Was brauchen meine Mitarbeiter und Führungskräfte für ein Wissen, um erfolgreich zu arbeiten – und wie schaffen sie sich dieses Wissen möglichst effektiv, strukturiert und nachhaltig drauf?“

Ihr Wilfried Weber

PS: Wie bei Ihnen so ein Prozess rund um „erfolgskritisches Wissen“ aussehen kann? Lassen Sie uns darüber gerne mal sprechen.

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