Atmen wie die Navy Seals – langfristiger Leistungserhalt

Was ich mache, das mache ich gerne. Ich liebe meinen Job. Ich liebe meine Familie. Und mir ist es wichtig, da weiter am Ball bleiben zu können.

Wie sehen Sie das? Ich glaube schon, dass wir als Führungskräfte im Grunde genommen ein übergeordnetes Ziel haben, und das ist, Antworten auf folgende Frage zu finden: Wie schaffen wir es bis ins hohe Alter hinein, Leistung auf dem Niveau zu erbringen, das wir von uns kennen?

Für mich persönlich ist das das Nummer-eins-Thema: die langfristige Leistungserhaltung. Vielleicht sogar Leistungssteigerung. Und gerne möchte ich Ihnen heute davon erzählen, was ich da für mich Neues entdeckt habe. 

Denn ich habe von Möglichkeiten gelesen, die die eigene Leistung um fast 500 Prozent steigern sollen. Und gut drauf sein dabei, soll man auch noch.

Erst dachte ich, das ist ein Witz. Dann wäre ich montags schon mit dem ganzen Programm durch, das ich sonst in einer Woche bis einschließlich Freitag schaffe. Aber es war nicht als Witz gemeint, es war eine renommierte Zeitung, in der ich das gelesen hatte und die sich auf Studien von angesehenen Universitäten und Einrichtungen wie Harvard oder DARPA (Defense Advanced Research Projects Agency) berief. 

Und so ging ich dem nach und landete im Feld der Neurobiologie und Neurochemie und bei den Navy Seals und konnte feststellen: 

Es wirkt …

Peak Performance

Also wie schafft man es, langfristig Peak Performance, also die Leistung auf hohem Niveau, zu erbringen? Ich beschäftige mich schon lange mit Hochleistungsorganisationen und damit, wie eine Organisation sich optimaler aufstellen kann, um besser zu performen. Eine Hochleistungsorganisation, die ich dabei nicht auf dem Radar hatte, sind die Navy Seals und ihre besondere Ausbildung. Die Ausbildung eines normalen Marines kostet, so konnte ich lesen, 25.000 US-Dollar, die Grundausbildung für einen einsatzbereiten Navy Seal kostet 500.000 Dollar. Weil es nicht nur um Kraft und Kampfausbildung geht, sondern um Neurobiologie und Neurochemie, um mentale Stärke. In dieser Ausbildung geht es um das menschliche Nervensystem. Um zum Beispiel zu lernen, auf eine Weise zu atmen, die die Leistung steigert. Ich habe weiter recherchiert und mich dann genauer mit der Wim-Hof-Atmung beschäftigt. Ein Extremsportler, von dem Sie vielleicht schon einmal gehört haben, der mehrere Weltrekorde im Ertragen extremer Kälte hält. 

Mit der Wim-Hof-Methode können Sie unter anderem Stress besser aushalten. Verkürzt gesagt funktioniert das so, dass Sie über eine gewisse Atemtechnik Ihren Körper unter Stress setzen. Ich fand das einen Hammer. Meine Füße, meine Hände, die Schultern – alles kribbelte. Und wenn Sie den Körper so an Stress gewöhnt haben und wirklich in eine Stresssituation kommen, dann sagt der: „Ah, alles klar, kenne ich. Kein Grund, sich aufzuregen.“ Sie verlieren nicht mehr den Kopf, der Blutdruck bleibt normal.

Und ich muss sagen, es funktioniert. Ich habe das getestet und gemessen.

Das Cool-Down-Protokoll

Was ich bisher mache, Stichwort „Powern und Pausieren“, das mache ich weiter. Und ich berechne nach wie vor den Quotienten aus Powern und Pausieren, um anhand meiner persönlichen Statistik zu prüfen, ob ich das optimale Verhältnis zwischen Belastung und aktiver bzw. passiver Entlastung erreiche. Jetzt aber habe ich mein Programm um die Atemtechniken erweitert. 

Systematisch habe ich meine Abende umgestellt und mir eine Abendroutine geschaffen, die ich „Cool-Down-Protokoll“ nenne. Tagsüber dreht der Motor quasi auf 15.000 Umdrehungen, mit der Routine komme ich runter. Und dafür benutze ich u.a. unterschiedlichste Atemübungen, die ich von Wim Hof, aber auch von den Navy Seals übernommen habe. Manchmal, wenn ich merke, dass die Ergebnisse hinter den Erwartungen zurückbleiben, passe ich die Übungen an.

Und ich fühle mich super dabei. 

Ich erhole mich dadurch nicht nur, sondern ich erhole mich auch schneller. 

Mein Körper wird leistungsfähiger. Am Anfang der Übungsphase konnte ich die Luft 50 Sekunden anhalten. Verglichen mit meinem Umfeld (ich habe meine Frau und meine Mitarbeiter gebeten, ihre Zeit zu stoppen) ein guter Wert. Heute kann ich den Atem über zwei Minuten anhalten. Tendenz steigend. 

Ich merke sogar in meiner Schlaf-App, wie sich die Ergebnisse verändern: Die Atemfrequenz hat sich stark verbessert, das wirkt sich auf meine Tiefschlafphase aus. Ich schlafe besser und ausgeschlafen bin ich tagsüber leistungsfähiger.

Ob ich auf 500 Prozent Leistungssteigerung komme? Wer weiß, aber wichtiger ist mir eh, dass ich meine Job-und-Lebens-Performance langfristig erhalten kann. Und auf den Spuren der Navy Seals scheint mir das möglich zu sein.

Ihr Wilfried Weber

PS: Da ich nun schon einmal dabei war, neue Möglichkeiten einer Selbstoptimierung mit guter Laune und Gelassenheit auszuprobieren, habe ich weiterprobiert. Was es also mit dem „Flow“, einem kleinen Ball und dem Surfbrett bei uns im Büro auf sich hat, das lesen Sie in meinem nächsten Blog …

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